Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 107: Düsseldorf II (Nordrhein-Westfalen)
Pantel, Sylvia
CDU
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Im Jahr 2015 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und das Ende des Holocaust zum 70. Mal. Zudem bestehen im Jahr 2015 die diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel seit 50 Jahren. Welche Bedeutung haben diese Jahrestage aus Ihrer Sicht?
Beide Daten verdeutlichen, wozu der Mensch fähig ist: Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust zeigen auf herausragend brutale Art und Weise, welche Abgründe im Menschen schlummern und zu welch grausamen Taten er fähig ist. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel geben ein Beispiel dafür, dass Menschen Verantwortung für die Vergangenheit übernehmen, aufeinander zu gehen und zu Freunden werden können. Die Anlässe hängen zusammen und könnten doch nicht unterschiedlicher sein.
Frage 2:
Der Staat Israel wird immer wieder und auch dauerhaft angefeindet und bedroht, insbesondere vom Iran, von der Hisbollah und von der Hamas. Wie sollte Deutschland Ihrer Meinung nach darauf reagieren?
Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel hat hierzu 2008 in einer Rede vor der Knesset gesagt: "Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar." Dem habe ich nichts weiter hinzuzufügen.
Frage 3:
Der vom Deutschen Bundestag initiierte Antisemitismusbericht und weitere aktuelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass in Teilen der deutschen Bevölkerung antisemitische Ansichten und Einstellungen vorhanden sind. Zudem kam es auch zu antisemitischen Aussagen und Übergri›ffen. Was sind Ihre Ansätze, um von politischer Seite her konkret etwas hiergegen zu tun, auch im Zusammenwirken mit zivilgesellschaftlichen Initiativen?
Ich habe drei Antworten auf diese Frage: 1. Bildung. 2. Bildung. 3. Bildung. Dabei zeigt sich, dass wir es mit unterschiedlichen Quellen des Antisemitismus zu tun haben – vom Altnazis bis zu islamistischen Extremisten. Um gerade junge Menschen zu erreichen, müssen wir hier mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren zusammenarbeiten, die diese Kinder und Jugendlichen oftmals besser direkt ansprechen können.
Frage 4:
Die Europäische Union bringt sich in politischen Fragen gegenüber Israel und seinen Nachbarn im Nahen Osten ein. Wie schätzen Sie die EU-Nahost-Politik ein und welche Rolle sollte Deutschland hierbei in der EU einnehmen?
Zu der Rolle Deutschlands siehe meine Antwort zu Frage 2. In außenpolitischen Fragen spricht die EU selten mit einer Stimme. In der Vergangenheit hatte Deutschland eine starke Vermittlerrolle inne. Ich hoffe, dies wird auch in Zukunft so sein.
Frage 5:
Die deutsch-israelischen Beziehungen sind von vielfältigen Kontakten in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und weiteren Bereichen geprägt. Wie kann die deutsch-israelische Zusammenarbeit und Freundschaft gefördert und weiter ausgestaltet werden, konkret auch im Kontext Ihres Wahlkreises?
Ich denke, wir sind in meiner Heimatstadt auf einem guten Weg. In Düsseldorf gibt es nicht nur eine lebendige Städtepartnerschaft mit Haifa, sondern auch Partnerschaften zwischen einzelnen Schulen oder etwa Künstlern. Ganz aktuell: Eran Barak, Gastkünstler im Rahmen des deutsch-israelischen Künstleraustausches mit Ein Hod, ist in den nächsten Tagen mit gleich drei Veranstaltungen in Düsseldorf zu erleben. Mir ist wichtig, dass Partnerschaften nicht nur auf dem Papier stehen – eine Partnerschaft muss von Menschen gelebt werden. Ich werde daher jede Initiative unterstützen, die Menschen zusammenbringt.