Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel
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Ergebnisse

Wahlkreis 162: Chemnitz (Sachsen)
Müller, Detlef
SPD
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Im Jahr 2015 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und das Ende des Holocaust zum 70. Mal. Zudem bestehen im Jahr 2015 die diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel seit 50 Jahren. Welche Bedeutung haben diese Jahrestage aus Ihrer Sicht?
Eine sehr hohe. Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete eine Befreiung vom Faschismus und die Beendigung des mörderischen Krieges mit Millionen Opfern. Und es ist selbstverständlich immer ein Termin um innezuhalten, zu gedenken, zu erinnern – auch und insbesondere an die unzähligen Opfer des Holocaust. Demgegenüber ist der 50. Jahrestag diplomatischer Beziehungen zum Staat Israels ein sehr freudiger Jahres- und Gedenktag –Neuanfang, Freundschaft, gegenseitiges Verständnis.
Frage 2:
Der Staat Israel wird immer wieder und auch dauerhaft angefeindet und bedroht, insbesondere vom Iran, von der Hisbollah und von der Hamas. Wie sollte Deutschland Ihrer Meinung nach darauf reagieren?
Indem Deutschland sehr klar und deutlich seine Freundschaft und Solidarität zu Israel bekräftigt und auch Hilfe anbietet.
Frage 3:
Der vom Deutschen Bundestag initiierte Antisemitismusbericht und weitere aktuelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass in Teilen der deutschen Bevölkerung antisemitische Ansichten und Einstellungen vorhanden sind. Zudem kam es auch zu antisemitischen Aussagen und Übergri›ffen. Was sind Ihre Ansätze, um von politischer Seite her konkret etwas hiergegen zu tun, auch im Zusammenwirken mit zivilgesellschaftlichen Initiativen?
Indem wir hier in Chemnitz die vielen Organisationen, Vereine und Projekte unterstützen, die sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit engagieren! Organisatorisch, praktisch, personell und finanziell. Hier – vor Ort- müssen wir arbeiten, aufklären, informieren und –deutlich- Flagge zeigen.
Frage 4:
Die Europäische Union bringt sich in politischen Fragen gegenüber Israel und seinen Nachbarn im Nahen Osten ein. Wie schätzen Sie die EU-Nahost-Politik ein und welche Rolle sollte Deutschland hierbei in der EU einnehmen?
Deutschland sollte eine stärkere und drängendere Rolle einnehmen.
Frage 5:
Die deutsch-israelischen Beziehungen sind von vielfältigen Kontakten in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und weiteren Bereichen geprägt. Wie kann die deutsch-israelische Zusammenarbeit und Freundschaft gefördert und weiter ausgestaltet werden, konkret auch im Kontext Ihres Wahlkreises?
Wir unterstützen hier in Chemnitz die Arbeit der entsprechenden Organisationen, in denen ich auch persönlich Mitglied bin (z.B. Freundeskreis Jüdische Gemeinde e.V., schalom e.V.) Wir veranstalten jedes Jahr die „Tage der jüdischen Kultur“ in Chemnitz. Aber auch ganz lebens- und alltagspraktische Unterstützung: So verpflichtete der Basketballverein Chemnitz 99 e.V. (2. Basketballbundesliga), deren Präsident ich bin, zum ersten Male einen israelischen Spieler: Guy Aud aus Jerusalem.
 
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