Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 292: Biberach (Baden-Württemberg)
Heidenreich, Ralph
DIE LINKE
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Im Jahr 2015 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und das Ende des Holocaust zum 70. Mal. Zudem bestehen im Jahr 2015 die diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel seit 50 Jahren. Welche Bedeutung haben diese Jahrestage aus Ihrer Sicht?
Der Holocaust war mit Abstand das übelste Verbrechen in der Menschheitsgeschichte. Und wenn kein Staat mehr einen Grund zu existieren hätte, hätte ihn Israel noch: als den Ort, wohin die Leute sich in Sicherheit gebracht haben.
Frage 2:
Der Staat Israel wird immer wieder und auch dauerhaft angefeindet und bedroht, insbesondere vom Iran, von der Hisbollah und von der Hamas. Wie sollte Deutschland Ihrer Meinung nach darauf reagieren?
Obwohl ich die Möglichkeiten der deutschen Regierungen im Umgang mit den genannten Parteien nicht wirklich kenne, glaube ich, sie machen es nicht ganz falsch. Die bundesdeutschen Regierungen sind da sorgfältig, ruhig, versuchen die Fanatiker einzubremsen und helfen gelegentlich humanitär. Leider galt dies zumindest in der Vergangenheit nicht für alle deutschen Unternehmen.
Frage 3:
Der vom Deutschen Bundestag initiierte Antisemitismusbericht und weitere aktuelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass in Teilen der deutschen Bevölkerung antisemitische Ansichten und Einstellungen vorhanden sind. Zudem kam es auch zu antisemitischen Aussagen und Übergri›ffen. Was sind Ihre Ansätze, um von politischer Seite her konkret etwas hiergegen zu tun, auch im Zusammenwirken mit zivilgesellschaftlichen Initiativen?
Antisemitische Übergriffe müssen selbstverständlich unterbunden werden. Dafür gibt es die Polizei. Man dürfte darüber hinaus gelegentlich darauf hinweisen, dass das Jiddische ein alter deutscher Dialekt ist.
Frage 4:
Die Europäische Union bringt sich in politischen Fragen gegenüber Israel und seinen Nachbarn im Nahen Osten ein. Wie schätzen Sie die EU-Nahost-Politik ein und welche Rolle sollte Deutschland hierbei in der EU einnehmen?
Die Politik der EU ist leider sehr von wirtschaftlichen Interessen dominiert. Meiner Meinung nach sollte man mehr auf humanitäre Aspekte achten.
Frage 5:
Die deutsch-israelischen Beziehungen sind von vielfältigen Kontakten in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und weiteren Bereichen geprägt. Wie kann die deutsch-israelische Zusammenarbeit und Freundschaft gefördert und weiter ausgestaltet werden, konkret auch im Kontext Ihres Wahlkreises?
Ich würde die kulturellen Beziehungen fördern. Auch die alte jiddische Tradition in Oberschwaben hat mehr Aufmerksamkeit verdient.