Projekt Bundestagswahl · Deutschland · Israel

Ergebnisse

Wahlkreis 226: Weilheim (Bayern)
Dullinger, Angelica
SPD
5 Fragen beantwortet
 
Frage 1:
Im Jahr 2015 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und das Ende des Holocaust zum 70. Mal. Zudem bestehen im Jahr 2015 die diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel seit 50 Jahren. Welche Bedeutung haben diese Jahrestage aus Ihrer Sicht?
Gedenktage an das Ende des Faschismus und an die friedliche Beziehung zwischen Israel und Deutschland sind notwendig und wichtig, um die Erinnerung an den Krieg und das menschliche und staatliche Versagen genauso wach zu halten, wie Versöhnungsprozesse zu veranschaulichen.
Frage 2:
Der Staat Israel wird immer wieder und auch dauerhaft angefeindet und bedroht, insbesondere vom Iran, von der Hisbollah und von der Hamas. Wie sollte Deutschland Ihrer Meinung nach darauf reagieren?
Die Deutsche Bundesregierung sollte Äußerungen unter verstärkter Nutzung der Diplomatie und möglichst vorherigen Abstimmung mit den betroffenen Regierungen, aber auch unter Einbeziehung von Nichtregierungsorganisationen (z.B. Internationale Fraunliga für Frieden und Freiheit) nutzen.
Frage 3:
Der vom Deutschen Bundestag initiierte Antisemitismusbericht und weitere aktuelle Untersuchungen weisen darauf hin, dass in Teilen der deutschen Bevölkerung antisemitische Ansichten und Einstellungen vorhanden sind. Zudem kam es auch zu antisemitischen Aussagen und Übergri›ffen. Was sind Ihre Ansätze, um von politischer Seite her konkret etwas hiergegen zu tun, auch im Zusammenwirken mit zivilgesellschaftlichen Initiativen?

Vor ca. 10 Jahren habe ich einen Neonazi wegen antisemitischere Äußerungen angezeigt. Das NPD- Verbot fordere ich schon lange, dies ist ein Punkt im Regierungsprogramm der SPD . Außerdem organisieren oder unterstütze ich und wir mit der SPD vor Ort Aktionen, z.B. Vom Werdenfelser Bündnis gegen Rechts.

Seit Jahren organisiere ich mit der Gewerkschaft Verdi Seminare zum Theam Reichsfinanzverwaltung, um die Mittäterschaft von Beamte/innen und die Bereicherung durch Nachbarn und Bekannte im Faschismus zu thematisieren. Die Kurse werden inzwischen gut angenommen. Dieses Bildungsabgebot würde ich verstärken.

Frage 4:
Die Europäische Union bringt sich in politischen Fragen gegenüber Israel und seinen Nachbarn im Nahen Osten ein. Wie schätzen Sie die EU-Nahost-Politik ein und welche Rolle sollte Deutschland hierbei in der EU einnehmen?
Innerhalb der EU sollte Deutschland einen gleichberechtigten (und nicht mehr den dominierenden) Platz einnehmen.
Frage 5:
Die deutsch-israelischen Beziehungen sind von vielfältigen Kontakten in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und weiteren Bereichen geprägt. Wie kann die deutsch-israelische Zusammenarbeit und Freundschaft gefördert und weiter ausgestaltet werden, konkret auch im Kontext Ihres Wahlkreises?
Ich würde den Kontakt zur Moschee in Penzberg herstellen und weitere Schritte beraten, die den Austausch der Kulturen gerade bei jungen Menschen fördern können.